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Entstehung von Brustkrebs – Risikofaktoren

Woher kommt Brustkrebs? Tatsache ist, dass niemand bisher die Ursache ganz genau kennt. Aus der medizinischen Forschung weiß man, dass wahrscheinlich unterschiedliche Faktoren zusammenkommen müssen, damit Brustkrebs entsteht. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Risikofaktoren", also von Eigenschaften, die eine Krebsentstehung begünstigen können. Dazu zählen unter anderen:

  • Höheres Alter: Mehr als zwei Drittel aller erkrankten Frauen ist über 50 Jahre alt, der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen dem 70. und 75. Lebensjahr.
  • Vererbung: Erbliche Faktoren spielen bei jeder 20. Frau, die an Brustkrebs erkrankt, eine Rolle.
  • Strahlung: Die Entstehung von Krebszellen durch radioaktive Strahlung ist bekannt. Frauen, die in ihrer Kindheit oder Jugend häufig mit Röntgenstrahlen in Kontakt gekommen sind, zum Beispiel durch Bestrahlungen oder häufige Röntgenuntersuchungen, haben deshalb ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.
  • Hormone: Dass das körpereigene Geschlechtshormon Östrogen bei der Entwicklung von Brustkrebs eine Rolle spielt, gilt wissenschaftlich als sicher. Auch die Antibaby-Pille und eine längerfristige Hormonbehandlung nach den Wechseljahren haben sich als Risikofaktoren erwiesen.
  • Lebensweisen: Hierzu zählen besonders Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Ein Übermaß an tierischen Fetten kann die Tumorentstehung begünstigen. Und Frauen, die regelmäßig drei bis vier Stunden pro Woche trainieren, haben ein deutlich niedrigeres Brustkrebsrisiko als Frauen, die keinen Sport treiben. Was Alkohol angeht, ist mittlerweile klar, dass sich ab einer bestimmten Menge das Risiko für Brustkrebs erhöht – ein Liter Bier oder 0,4 Liter Wein pro Tag regelmäßig konsumiert reichen dafür schon aus. Zum Thema Rauchen sind die Meinungen unterschiedlich: Es gibt keine eindeutigen Daten, die beweisen, dass Raucherinnen häufiger an Brustkrebs erkranken als Frauen, die nicht rauchen. Trotzdem deuten einige Studien darauf hin, dass sich Raucherinnen (und übrigens auch Passiv-Raucherinnen) einem erhöhten Brustrisiko aussetzen.
  • Umweltfaktoren: Umweltgiften wird bei der Entstehung von Brustkrebs eine wichtige Rolle zugeschrieben – dazu gehören Ungeziefer- (Pestizide) und Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide). Die Forschung zur Wirkung dieser Gifte ist allerdings noch nicht besonders weit gediehen, so dass klare Aussagen zur Gefährlichkeit bestimmter Gifte noch nicht möglich sind.

Bei vier von fünf Tumoren sind die Milchgänge Ausgangspunkt für das Tumorwachstum. Man spricht dann von duktalen Karzinomen. Die anderen Tumoren entstehen in den Drüsenläppchen (lobuläre Karzinome) oder in seltenen Fällen in deren umgebendem Gewebe.


Juni 2008, CG



Brustkrebsstudien 016-Teaser
 
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