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Bildung von Metastasen – Arten von Metastasen

Wie die meisten anderen Krebserkrankungen auch kann sich Brustkrebs prinzipiell in jedes Organ ausbreiten. Für bestimmte Organe besteht aber eine höhere Wahrscheinlichkeit als für andere, dass sich dort Metastasen ansiedeln. Besonders gilt dies für Knochen, Lunge und Leber. Obwohl sich Forscher seit langem bemühen herauszufinden, warum das so ist, gibt es bislang keine befriedigende Antwort auf diese Frage.

Knochenmetastasen

In einem Viertel aller Fälle entdeckt man die ersten Metastasen im Knochen, wo sie sich durch Schmerzen bemerkbar machen können. Um Metastasen im Knochen festzustellen, nutzt man eine nuklearmedizinische Methode, die so genannte Knochenszintigrafie. Von den in der Knochenszintigrafie verdächtigten Stellen wird dann ein Röntgenbild gemacht, das genauere Auskunft darüber liefert, ob eine Metastase vorliegt oder zum Beispiel "nur" ein entzündlicher Prozess. Knochenmetastasen lassen sich aber auch mit Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) nachweisen.

Lungenmetastasen

Relativ häufig werden Metastasen in der Lunge beobachtet. Symptome sind in der Regel Kurzatmigkeit, chronischer Husten und rasche Ermüdung. Meist sind diese Symptome eher schwach ausgeprägt, denn der Tumor muss sehr viel Lungengewebe angegriffen haben, bevor er sich auf diese Weise bemerkbar macht. Ob Lungenmetastasen vorhanden sind, wird meist durch Röntgenaufnahmen festgestellt. Um die genaue Lage von Metastasen herauszufinden, kann eine bestimmte Form der Computertomografie (Dünnschicht-Spiral-CT) oder eine Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) zusätzlich sinnvoll sein.

Lebermetastasen

Der dritthäufigste Ort für Metastasen ist die Leber. Sie machen sich häufig erst ganz allmählich bemerkbar. Die Symptome entstehen dadurch, dass der Tumor zunehmend Raum beansprucht und gesundes, funktionstüchtiges Lebergewebe zerstört. Beschwerden können dann Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Störungen im Magen-Darm-Bereich oder Fieber sein. Werden die Gallenwege durch Metastasen eingeengt oder verschlossen, kann eine Gelbsucht auftreten. Funktionsstörungen der Leber lassen sich häufig durch einen Bluttest nachweisen. Die Ursache für eine solche Funktionsstörung kann dann durch eine Ultraschalluntersuchung, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie festgestellt werden.


Juni 2008, CG



Brustkrebsstudien 016-Teaser
 
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