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Prognose und Rezidive

Trotz des sehr individuellen Krankheitsverlaufs gibt es bestimmte Prognosefaktoren, nach denen sich die Therapieempfehlung ausrichtet. Man geht von einem niedrigen Risiko aus, wenn die Ersterkrankung mehr als zwei Jahre zurückliegt, wenige Metastasen vorhanden sind, diese nur in Knochen und Weichteilen (z.B. der Haut) auftreten und Hormonrezeptoren enthalten. Im Gegensatz dazu muss man bei einem Befall von Lunge, Leber und Gehirn und bei einer großen Anzahl von Metastasen mit einem schnelleren Fortschreiten der Erkrankung rechnen.

Ob die Therapie erfolgreich verläuft, misst man unter anderem daran, ob Metastasen aufhören zu wachsen und wie weit sie sich zurückbilden. Man spricht dabei von "Remission" (vom lateinischen Begriff "remissio" für Nachlassen). Bei einer so genannten "kompletten Remission" verschwindet die Metastase so weit, dass man sie mit den üblichen Diagnosemethoden nicht mehr nachweisen kann. Bei einer "teilweisen (partiellen) Remission" hat die Metastase an Größe abgenommen, ist aber immer noch nachweisbar, und die Beschwerden bessern sich.

Behandlung des Lokalrezidivs

Lokalrezidive haben in der Regel eine sehr gute Prognose. Trotzdem muss man sich frühzeitig um ihre Behandlung kümmern. Ihr Arzt wird sich in den Nachkontrollen unter anderem auch deshalb den Narbenbereich der ersten Operation genau ansehen. Tritt an der bereits (brusterhaltend) operierten Stelle wieder ein Tumor auf, wird man sich meist dafür entscheiden, die gesamte Brust zu entfernen. Die Entscheidung, ob noch einmal brusterhaltend therapiert werden kann, hängt vor allem von der Art des Gewebes ab. Auch an der Narbe einer Brustentfernung oder an der Brustwand können sich Lokalrezidive bilden. Dann wird das Rezidiv entfernt (das kann in örtlicher Betäubung geschehen) und der betroffene Bereich eventuell nachbestrahlt.


Juni 2008, CG



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